Mittwoch, 28. März 2007

"Schmied will allein entscheiden"

"Die Nachbesetzung Ioan Holenders an der Spitze der Wiener Staatsoper ist zum Politikum geworden. Kanzler Gusenbauer (SPÖ) hat erklärt, selbst Gespräche mit möglichen Kandidaten zu führen - nicht zuletzt mit dem befreundeten Tenor NeilShicoff -, und damit eine Debatte ausgelöst: Ist Kultur Chefsache, oder mischt sich der Kanzler in die Agenden seiner Kulturministerin Schmied (SPÖ) ein? Diese kündigte jedenfalls am Mittwoch an, sie wolle sich bei der Besetzung des Postens nicht hineinreden lassen."
Wer's glaubt ... ich kann mir nicht vorstellen das sie sich gegen ihren doppelten Chef (Regierung & Partei) durchsetzen wird können sollte der wirklich eine eigene Lösung präferieren. Holender bringt ja jetzt offenbar Bachler ins GEspräch ... ob das Bachlers Chancen guttut darf bezweifelt werden ...

http://www.orf.at/070328-10652/index.html

1 Kommentar:

phanuel hat gesagt…

Das seh ich auch so. Außerdem: Schmied ist erst drei Monate im Amt und hat vorher was ganz anderes gemacht. Ich glaub, dass sie sogar "Beratung" - von wem und in welcher Form auch immer - haben will, bei einer derart verantwortungsvollen Entscheidung.

Thielemann: ja unzuverlässig, weil er oft zu viele Verträge abschließt, und wenn er dann merkt, dass ihm das zu viel wird, vielfach absagt. Außerdem ist er eine männliche Diva, ähnlich wie Shicoff. Also die beiden zusammen - ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut geht. Bei einer "dualen" Lösung mit einem dieser beiden muss der jeweilige Partner schon einen sehr ausgleichenden Charakter haben....

Ja Holender - bekannt als Sparefroh - braucht in letzter Zeit ziemlich viel Geld. Er selbst argumentiert, dass das an den schon seit vielen Jahren eingefrorenen Subventionen liegt. Durch Inflation und Lohnerhöhungen ergibt sich daraus mit der Zeit ein echtes problem. Bis jetzt belief sich das bei Holender auf das aufbrauchen von Reserven. Ich weiß nicht, ob er damit den staat zu höheren Subventionen zwingen will, oder wirklich einen Scherbenhaufen hinterlassen will.